
Am 29. Jänner 2026 besuchten 12 Mitglieder der pfarrlichen Gremien gemeinsam mit der Röthner Organistin Lisi Berger die Orgelbauwerkstatt der Fa. Gebrüder Mayer in Altenstadt.
Das beeindruckende Firmengebäude lässt bereits erahnen, dass der gemeinsame Ausflug auch eine kleine Reise in die Vergangenheit bereithält und macht neugierig auf die Führung mit Gerhard Mayer jun. Das Familienunternehmen blickt auf über 150 Jahre Unternehmensgeschichte zurück. In 5 Generationen wurden 364 Orgeln gebaut. Heute werden überwiegend Reparaturen durchgeführt.
Damit auch die Röthner Orgel nicht nur aus dem letzten Loch pfeift, werden die Pfeifen gereinigt und eventuelle Schäden repariert. Bei ca. 1000 Orgelpfeifen aus Holz und Metall ein zeitintensives Projekt.
In der Werkstatt werden zudem 30 neue Holzpfeifen sowie eine neue Pedalwindlade für 5 Register gefertigt. Das Instrument wird dadurch mehr Kirchenraum einnehmen, weshalb einige Bänke im Seitenschiff weichen müssen.
Durch die Orgelbauwerkstatt führten Herr Mayer jun. und Frau Anna Oswald. Sie gewährten Einblick in den aktuellen Stand der Arbeiten rundum die Röthner Orgel und haben in die Orgeltechnik eingeführt.
Damit die Windrichtung stimmt, müssen die Bohrlöcher exakt übereinstimmen. In präziser Handarbeit werden die Pläne auf das Holz übertragen, bevor das Werkstück weiter bearbeitet wird.
Musikinteressierte wissen vielleicht, dass große Pfeifen in tiefen Tönen und kleine Pfeifen in hohen Tönen erklingen. Warum aber Pfeifen wirklich pfeifen und wie sie pfeifen, wenn sie pfeifen und wie sie dann auch in die richtige Stimmung kommen, erklären uns die beiden Orgelexperten ganz genau.
Der Umbau in einer Größenordnung von ca. 110.000 € soll die Reinigung und Wartung der Orgel künftig erleichtern und auch in den kommenden Generationen für die richtige Stimmung im Kirchenraum sorgen.
Ein herzliches "Vergelt's Gott" gilt Herrn Gerhard Mayer jun. sowie Frau Anna Oswald, die sich allen Fragen rundum die Orgel gestellt haben. Herzlichen Dank für den Empfang der Röthner Pfarrgruppe und den interessanten Einblick in das Orgelbau-Handwerk!